Untergrund
Tragfähige mineralische und poröse Untergründe: Beton, Zement, Mauerwerk, Stein, Putz, unglasierte Keramik, Gipskarton, Eternit, Betonziegel, Holz und Teerpappe — auch alter Bestand bis hin zu denkmalgeschützten Fassaden, solange er durchgehend tragfähig ist.
Randbedingung: trocken, fest und tragfähig, frei von losen Teilen, Öl, Fett, Staub, Schimmel, Salz und losen Altbeschichtungen. Verfahren: Sicht- und Wischprobe auf Sandung, Kratz- und Klopfprobe auf Hohlstellen, im Zweifel Haftzug- oder Gitterschnittprüfung auf der Grundierung.
Vorbehandlung
Lose und nicht tragfähige Altbeschichtungen abtragen, Fläche reinigen, Fehlstellen schließen. Untergrundfeuchte messen: unter 4 %, bei Beton unter 2,5 %.
Verfahren: Feuchtemessung mit geeignetem Messgerät; bei Zweifeln Belegreife abwarten. Randbedingung: Ausbesserungen müssen vor dem Auftrag durchgetrocknet sein.
Grundierung
PSC 250 T ECB BASIC B, gebrauchsfertig, ca. 0,1 mm. Aushärtung rund 24 Stunden, überarbeitbar nach 2 bis 3 Stunden ohne Schleifen.
Randbedingung: keine Verdünnung vorgesehen; vor Gebrauch den gesamten Gebindeinhalt gründlich mischen. Die Grundierung ist Voraussetzung für die Haftung aller Folgeschichten und kann direkt auf korrodierte, aber stabile Oberflächen aufgetragen werden.
Grundlage: Systemdaten PSC 250 TAuftragsart
Bevorzugt Airless-Spritzen. Alternativ Pinsel oder Rolle mit 8 bis 14 mm Haarlänge.
Randbedingung: nur diese Auftragsarten sind freigegeben. Andere Verfahren verändern die Schichtdicke und damit die Funktion der Beschichtung.
Airless — Düsengröße
Nach Angabe des Spritzgeräteherstellers und nach Produkt zu wählen. Der Gerätefilter ist vor der Verarbeitung zu entfernen.
Randbedingung: der Filter muss heraus, weil die Beschichtung Keramik-Vakuum-Nanosphären enthält — er würde sie zurückhalten und das Spritzbild verändern.
Airless — Spritzdruck
Höchstens 120 bar.
Randbedingung: gleichmäßiger Abstand und überlappende Bahnen, damit die Schichtdicke homogen bleibt. Höherer Druck erhöht den Overspray und senkt die Schichtdicke.
Anzahl der Lagen
Drei Schichten in fester Reihenfolge: Grundierung, Funktionsschicht, Abschluss. Die Funktionsschicht wird in zwei Arbeitsgängen aufgetragen.
Randbedingung: die Lagenzahl folgt aus der geforderten Trockenschichtdicke, nicht aus der Optik. Deckung ist kein Maß für Funktion.
Nassschichtdicke je Lage
Funktionsschicht 0,5 mm je Arbeitsgang. Grundierung ca. 0,1 mm, Abschlussbeschichtung 0,1 bis 0,2 mm.
Randbedingung: die beiden Arbeitsgänge der Funktionsschicht ergeben zusammen 1,0 mm. Wird einer davon dünner ausgeführt, fehlt die Dicke im fertigen Aufbau.
Grundlage: Systemdaten PSC 250 TTrockenschichtdicke gesamt
Rund 1,2 mm über alle drei Schichten: Grundierung ca. 0,1 mm, Funktionsschicht 1,0 mm, Abschluss 0,1 bis 0,2 mm.
Randbedingung: gilt für den vollständigen Systemaufbau. Eine Teilausführung ist kein dünnerer Aufbau, sondern ein anderer.
Grundlage: Systemdaten PSC 250 TZwischentrocknung
Die nächste Lage ist möglich, sobald die Oberfläche handtrocken ist — nach etwa 2 Stunden. Bei der Funktionsschicht 4 bis 8 Stunden.
Randbedingung: Überarbeitbarkeit ohne Schleifen. Die Angaben gelten für die Klimabedingungen aus Block 03; kälter oder feuchter verlängert jede Zeit.
Grundlage: Systemdaten PSC 250 TDurchtrocknung / Belastbarkeit
Aushärtung rund 24 Stunden je Schicht, Trocknung mindestens 24 Stunden. Reifungszeit des fertigen Aufbaus 24 Stunden.
Randbedingung: die frische Beschichtung ist mindestens 6 Stunden vor Regen und Frost zu schützen.
Grundlage: Systemdaten PSC 250 T